PicMonkey food

Hallo meine Lieben,

Man kann immer sagen, das etwas lecker schmeckt, aber sieht es auch so aus? Ein Rezept kann noch so gut sein, aber wenn die Bilder eher nicht so ansprechend sind, wird es wohl kaum jemand nachmachen oder?

Essen macht gute Laune, also soll es auch so aussehen. Ich weiß, das ist viel leichter gesagt, als getan. Und ich bin mir auch im Klaren, dass es auf meinem Blog Bilder gibt, die weit davon entfernt sind, von dem wie ich sie mir wünschen würde. Ich bin wirklich kein Profi auf dem Gebiet und habe mir den Großteil selbst gelernt und wahrscheinlich auch vieles falsch gemacht. Wenn man mich noch vor einem Jahr gefragt hätte, für was die ganzen Knöpfe und einzelnen Einstellungen auf meiner Canon sind, hätte ich keine Ahnung gehabt. Keine Ahnung von Blende, Zeit, Iso oder Weißabgleich. Aber ich musste eine Spiegelreflex haben und mittlerweile bin ich unendlich froh darüber. Fotografie wurde zu einem meiner größten Hobbys. Dass ich es so gut mit meiner Leidenschaft zur gesunden Ernährung und Sport verbinden kann, ist wirklich Glückssache. Deshalb macht es mir auch jeden Tag auf´s Neue Spaß, vor allem Fotos von meinem Essen zu machen.
Mittlerweile habe ich mir dann aber doch die ein oder anderen Tricks, wenn man es so nennen will, erlernt, die ich euch nun gerne mal näher bringen will. In letzter Zeit häufen sich ja Fragen wie ‚Welche Kamera benutzt du‘ oder ‚Wie bearbeitest du deine Bilder‘, also wird es wohl Zeit für den ersten Food Photography Post.
Ganz am Anfang stellt sich die Frage nach dem Equipment. Das kommt immer ganz darauf an, was ihr mit euren Fotos vorhabt und wie viel Geld ihr investieren wollt. Für mich würden im Moment Iphone Fotos einfach nicht mehr in Frage kommen. Allein schon aus dem Grund, weil ich meine Zeit gerne damit verbringe, sie am MacBook nachzubearbeiten und auch eine höhere Auflösung für den Blog brauche. Noch dazu muss ich gestehen, dass ich es mittlerweile glaube ich ‚verlernt‘ habe, mit dem Iphone gute Fotos zu schießen haha.
Wenn man sich dann für eine Kamera entscheidet, gibt es natürlich auch da wieder riesengroße Unterschiede im Preis und in den Funktionen.
Ich wollte von Anfang an eine Spiegelreflexkamera. Natürlich gibt es auch tolle Systemkameras, aber da kenne ich mich einfach nicht so gut aus, um euch Empfehlungen nennen zu können.
Auf jeden Fall habe ich mir vor einem Jahr meine erste DSLR gekauft-die Canon Eos 700D. Ich hatte natürlich keine Ahnung und habe mir erst einmal das Standardobjektiv dazu genommen. Ein großer Fehler! Denn natürlich wird sich ein Objektiv, bei dem die Blende bei 5,6 anfängt nicht besonders gut für Food Fotos geeignet sein. Ich habe aber auch lange gebraucht, bis ich das einmal eingesehen habe. Dann habe ich mir ein Makro Objektiv von Tamron gekauft, das im Endeffekt teurer war als mein Kameragehäuse mitsamt dem Standardobjektiv. Mir wurde es im Geschäft empfohlen, aber wirklich optimal war es nicht.
Im Frühling kam dann endlich das Richtige: das Canon EF 50mm f/1.8 II Objektiv, das für den Preis einfach top ist. Auf Reisen verwende ich meist nur dieses und kann es euch nur empfehlen.

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Aber nun zu meiner aktuellen Ausrüstung, mit der ich endlich zufrieden bin.

Canon Eos 6d

Ja vor zrka einer Woche ist endlich mein neues ‚Baby‘ bei mir eingezogen 😛 Die Vollformat DSLR Canon Eos 6d. Ich kann schon jetzt sagen, dass ich diese Kamera liebe! Ich hoffe natürlich, dass sie mich in Sachen Fotografie jetzt noch ein Stück weiter bringen wird 🙂

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Canon EF 50mm f/1.4 USM
Die Steigerung zu meinem anderen 50mm. Ich persönlich finde, dass man kaum einen Unterschied merkt. Aber ich wollte zur neuen Kamera einfach gleich die optimale Ausrüstung 🙂

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Weitere: Reflektor, Stativ und für den Winter Softboxen

Neben dem richtigen Equipment gibt es aber noch ein paar weitere Tipps und Tricks, die ihr ganz unabhängig davon, ob ihr mit dem Handy oder einer teuren Kamera fotografiert. Die wichtigsten habe ich für euch einmal zusammengeschrieben.

 

#1 Natural Light is everything
Ganz wichtig ist, dass ihr bloß KEINEN Blitz für eure Food Fotos verwendet. Glaubt mir, es gibt nichts, was unnatürlicher aussieht.
Noch schlimmer ist aber Küchenlicht. Ich weiß, vor allem morgens und im Winter ist das immer so eine Sache. Da empfiehlt es sich, Tageslichtlampen/Softboxen zu verwenden, während des Fotografierens wirklich alle anderen Lichter auszuschalten und nahe am Fenster zu sein.

#2 Simple Background
Ich persönlich finde einfach, dass Food Fotos am besten aussehen, wenn ihr sie entweder auf weißem oder schwarzen Hintergrund macht.
Oft sieht man ja die schönsten Gärten im Hintergrund vom Balkon aus. Doch eigentlich lenkt die Umgebung nur vom eigentlichen Inhalt des Bildes ab. Ich habe meine Bilder früher selbst lange Zeit so gemacht und ab und an hat das auch ganz ‚gut‘ ausgesehen, doch mit der Zeit hab ich dazugelernt und gemerkt, dass man mit weiß oder schwarz einfach kaum etwas falsch machen kann.

#3 Take yourself Time
Das ist ganz wichtig! Nehmt euch Zeit für eure Fotos und erzwingt nichts. Dann habt ihr halt einmal kein Frühstücksbild, was auch nicht weiter schlimm ist. Nur meistens werden Fotos, die man im Stress macht, einfach nicht so, wie man es sich vorgestellt hat. Ist auch logisch, denn für viele Bilder bei verschiedenen Einstellungen, Winkeln und co wird man nicht haben. Natürlich kann auch schon der erste Schuss ein Volltreffer sein und das war bei mir bestimmt auch schon das ein oder andere Mal so, aber dennoch ist es auch für einen selbst einfacher, schon ein bisschen im Voraus zu planen, wie man denn das nächste Foto so angehen möchte, welches Set-Up, Hintergrund und und und…

#4 Nobody´s born a Master
Genau! Niemand, und damit meine ich wirklich niemand, kann von heute auf morgen die perfekten Fotos machen! Ich kann es nach so langer Zeit auf Instagram noch immer nicht. Man lernt nie aus. Wenn ihr mir meine Fotos von vor ein paar Monaten anschaue, würde ich teilweise lieber im Erdboden versinken dafür haha.
Ich habe mir zwar vor einem Jahr zum Geburtstag meine erste Spiegelreflexkamera gekauft, doch bis ich wirklich damit umgehen konnte und mich ‚über den Automatikmodus hinaus getraut‘ habe, sind schon einige Monate vergangen.
Ich habe mir aber auch selbst beibringen müssen und mich im Internet schlau gemacht. Es gibt so viele tolle Tutorials, was Food Photography und auch Bearbeitung anbelangt.


#5 Try different Angles
Versucht immer viele verschiedene Winkel auszuprobieren. Manche Gerichte sehen zb von Oben einfach viel besser aus als von der Seite oder mit 45 Grad. Deshalb solltet ihr euch auch immer etwas Zeit einplanen zum Fotografieren.

#6 Search for Inspiration

Woher hat man denn als Foodblogger die ganzen Ideen für seine Bilder? Richtig, von anderen Blogs. Natürlich kann man Rezepte nicht einfach 1:1 kopieren, aber sich Anregungen für Neues zu holen, das macht doch wirklich jeder und das ist auch gut. So verbringe ich schon mal Stunden vor Pinterest, FoodGawker, Tastespotting oder WeHeartit. Aber im Endeffekt bin ich noch immer fündig geworden.

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#7 Sometimes less is more

Ja, wenger ist oft mehr. Das ist eben vor allem beim Hintergrund meist der Fall. Aber eben auch beim Set-Up: wenn ihr zb Oatmeal kocht und zur ‚Deko‘ einfach mal den halben Obstkorb daneben hinlegt. Ein paar kleine Attribute sind ja sogar wünschenswert, aber man sollte immer das richtige Maß zwischen zu viel und gerade recht finden. Das mag vor allem am Anfang wirklich nicht einfach sein. Aber da gibt´s nur eines: Üben, üben, üben

#8 Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt: Create a Mess

Einfach nur den Teller oder die Müslischüssel abzubilden ist doch langweilig oder? Ein Bild lebt von seinem Set-Up. Natürlich sollte das Essen im Fokus stehen, aber schon ein, zwei weitere Details lassen selbst das langweiligste Essen zur Augenweide werden.
Besonders empfiehlt sich hier eine Art künstliches Chaos zu erzeugen. Einfach ein paar Beeren neben die Schüssel, Basilikumblätter zum Nudelteller oder weitere Küchenutensilien wie Tücher, Platten, Besteck;…

#9 Find the perfect Place to photograph

In jedem Haus gibt es DEN Platz, an dem der Lichteinfall perfekt oder oder eben ganz gut ist. Ich fotografiere zum Beispiel immer mit seitlichem Lichteinfall neben der Balkontür. So brauche ich im Sommer selbst morgens nicht auf irgendwelche Hilfsmittel wie Softboxen und Co zurückzugreifen.

#10 Don´t use Instagram Filters
Klingt erstmal komisch, aber ja. Ich bearbeite meine Bilder ja kaum auf dem Iphone. Und wenn, dann verwende ich Foto Bearbeitung Apps. Meine Top 3 sind Adobe Lightroom Mobile, Vsco Cam und Afterlight.

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Adobe Lightroom ist an sich auch mein Standard Bearbeitungsprogramm auf dem MacBook. Oft frage ich mich was ich früher ohne Lightroom gemacht habe haha

Für Collagen liebe ich auch Pic Monkey. Wie Lightroom ist es zwar nicht umsonst, aber das ist es mir trotzdem wert.

Natürlich braucht man auch hier seine Zeit, bis man sich in den diversen Programmen zurechtfindet. Aber im Internet findet ihr mittlerweile unzählige Tutorials, die mich wirklich weitergebracht haben.

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#11 Don´t Overedit
Übertreibt es nicht mit dem Bearbeiten. Früher dachte ich mir immer: je mehr Filter, desto besser. Mittlerweile stelle ich meine Kamera einfach gleich so ein, dass ich im Nachhinein vielleicht nur noch ein wenig am Kontrast, Helligkeit, Licht und Tiefen-den Basics also- ändern muss. Wie viele Fotos habe ich auch einfach wieder gelöscht, weil ich mir im Nachhinein dachte, dass sie einfach nicht mehr natürlich aussehen. Viel zu hell, viel zu viel Kontrast, grelle Farbtöne, die einen nur so ‚anhüpfen‘ einfach.

#12 Add Colour

Wichtig ist auch, dass ihr viele lebendige Farben in eure Fotos einbaut. Verwendet zum Beispiel Gewürze, die euer essen noch mal aufpeppen oder eben viel frisches Obst und Gemüse in allen möglichen Farben und Sorten. Ein Erdbeershake ohne weitere Attribute mag zum Beispiel schnell langweilig aussehen. Wenn ihr aber vielleicht noch einen schönen Papierstrohhalm, ein paar frische Beeren oder Granola, Nüsse;.. obendrauf gebt und vielleicht noch ein paar daneben hinlegt, habt ihr im Nu ein tolles Foto geschossen.

#13 Fresh Ingredients
Wenn man sein Essen schon mit der Öffentlichkeit teilen muss, dann sollte das, was man herzeigt auch frisch und von guter Qualität sein. Braune Bananen oder Pfirsiche werden wohl kaum viele Likes bekommen, auch wenn sie trotzdem noch genießbar sind und schmecken.

#14 Not too large Portions
Macht euren Teller nicht zu voll. Wenn ihr auf einmal 5 Stück von etwas auf dem Teller habt und dieser fast übergeht, ist es schwer, sich noch auf den wesentlichen Inhalt des Bildes zu konzentrieren.

#15 Last but not least, einer der wichtigsten Tricks, den JEDER anwenden kann: stellt auf die Seite, auf die der Schatten eures Tellers fällt, einen weißen Karton als Ersatz für einen Reflektor auf. Ich mache das selbst auch oft, obwohl ich einen besitze. Doch ab und zu bin ich einfach zu faul ihn dann richtig zu platzieren haha.

Aber seht selbst 🙂

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Ich hoffe, dass ich mit diesem ersten Post zum Thema Food Photography ein paar von euch weiterhelfen konnte. Wenn ihr wollt, kann ich diese Reihe gerne fortsetzen und auch genauer auf meine DSLR Einstellungen und besonders für was diese eigentlich gut sind, eingehen. Lasst es mich wissen. 🙂

Xoxo

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chocchip (1 von 1)

 

 

15 comments

Antworten

Ich liebe deine Fotos ja und finde du bist unheimlich talentiert. Die Tipps finde ich super – ich wollte ja meine Food Fotografie schon lange verbessern. Und ja, bitte zeig uns doch auch mal was über die Kamera Einstellungen. Ich nutze wahrscheinlich nur 1/8 meiner DSLR weil ich einfach keine Ahnung habe :DDD

Love, Kerstin
http://www.missgetaway.com/

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Vielen lieben Dank Kerstin :*
Da wird definitiv noch was kommen :))
Xoxo

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Mega cool auch mal hinter die Kulissen zu blicken! 🙂 ich denke ich werde von dir noch viel lernen können bezüglich Kamera Einstellungen. Freu mich aufs Lernen. Bussi <3

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Danke du liebe Maus :*

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Super toller Post 🙂 Sehr interessant ! Würde mich auf jeden Fall über eine Fortsetzung freuen!

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Vielen Dank meine Liebe!
Die wird es geben :))
Lg

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Ganz toller Beitrag Steffi Maus 🙂
Ich bin so froh, dass ich dich kennenlernen durfte und Tag für Tag von dir lernen kann! Ich würde es auch so so so toll finden wenn du einen weiteren Beitrag machst über die Einstellungen von deiner Kamera. Ich glaube nämlich, dass ich auch in dem Punkt noch ganz viel von dir lernen kann. Würde mich auf jeden Fall freuen 🙂
Liebe Grüße und Bussi aus Luxemburg <3
Nora
http://www.noraschi.wordpress.com

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Oh Nora,danke danke danke!:*
Aber da brauchst du gar nicht reden! Bringst mich jeden Tag auf neue tolle Ideen 🙂
Xoxo

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Hey Stefanie,
ich verschlinge regelrecht deinen Blog. Besonders toll hat mir dieser Eintrag gefallen 🙂
Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen. Besonder über die Einsetzung deines empfohlenen Objektives, weil ich mir das selber vor kurzer Zeit zu gelegt habe, aber noch nicht genau weuß wie und was.

Liebe Grüße

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Dankeschön :)) Ja, die wird es definitiv in nächster Zeit geben 😉
Xoxo

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Wirklich ein toller und sehr interessanter Eintrag :* Was ich noch fragen wollte, dieser dunkle Hintergrund, ist das einfach dein Tisch oder so eine „Fotografieunterlage“? Finde den Hintergrund nämlich wirklich klasse! <3

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Danke 🙂 Das ist eine Holzplatte aus dem Baumarkt, die ich angestrichen habe :p
Xoxo

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Hi Liebe, interessante Tipps, die du hier so schön zusammen gefasst hast. Danke dafür :o)) LG Janine

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Vielen Dank du Süße! :* Dachte, so ein Post darf nicht fehlen hier :p
Xoxo

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Hey Stefanie, ich liebe deine Seite und das Thema hat mir gerade sooo viel gebracht. Ich habe mir gerade eine neue Kamera gekauft und auch bisher null plan gehabt. Deine Tipps sind ein toller Einstieg. Ich habe jetzt eine Sony Alpha6000 und bin mal gespannt was ich da mit den Einstellungen machen kann.😳
Danke vielmals für den Artikel! 😊👌

Marie😊💋

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