Not your Enemy | Meine Meinung zum Thema Neid

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Smile more, worry less, Life´s beautiful-auf den Bildern bestimmt, doch wenn das bloß auch im echten Leben so einfach wäre.

Neid begegnet uns immer und überall, doch vermehrt auch im Internet und in sozialen Netzwerken. Kein Wunder in einer Welt, in der es den meisten um Likes und Reichweite geht und allzu oft der wahre Sinn des ’sozialen Miteinander‘ vergessen wird.

Leider wird man mit steigender Reichweite immer mehr damit konfrontiert und muss lernen, wie man am besten damit umzugehen hat. Viele können das nicht und auch mir fällt es oft schwer, richtig zu reagieren. Doch Neid hat immer Bestand und wird immer bestand haben, wo immer es um Anerkennung und Ruhm geht.

Deshalb möchte ich euch heute einmal in diesem Post meine persönliche Meinung zum Thema Neid auf Social Media mitteilen und auch, worin das eigentliche Problem liegt. Denn letzten Endes könnt ihr den Text auf jede X beliebige Situation aus eurem Leben übertragen.

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Jeder möchte die schönsten Fotos haben, die coolsten Kooperationen und eben Anerkennung für das, was man macht-schon klar! Doch die Konkurrenz wird immer größer und so steigt auch der Druck jeden Tag abzuliefern. Logische Schlussfolgerung: man steckt noch mehr Zeit und Arbeit in Blog, Instagram und Co.

An sich nicht verkehrt und ich zum Beispiel kann mich über diese Art der ‚Arbeit‘ auch auf keinen Fall beklagen, denn es ist und bleibt der schönste und coolste Nebenjob (ja, so nenne ich es mal bei mir), den man sich nur wünschen kann. Wenn da nicht eines wäre: Neid und der andauernde Vergleich mit der Konkurrenz.

Zuerst einmal ja, alle Blogger und Influencer sind irgendwo Konkurrenten. Aber das gibt vielen nicht das Recht, über andere zu urteilen, obwohl sie oft keine Ahnung haben, wie viel wirklich hinter den ganzen ‚geernteten Lorbeeren‘ steckt. Ich gebe zu, dass auch ich anfangs viel zu sehr unterschätzt habe, wie viel Arbeit es wirklich ist, regelmäßig und vor allem auf halbwegs hohem Niveau zu bloggen. Und ich denke, das tun viele zu Beginn. Deshalb wundert es mich auch nicht, dass Kommentare wie ‚Ihr blogger bekommt alles geschenkt.‘ oder  ‚kaufst du dir noch irgendwas selbst?‘ meistens von Leuten kommen, die eben genau nicht wissen, was alles dazu gehört, um überhaupt Content zu liefern. Natürlich macht sich jede Arbeit, die man investiert irgendwann einmal bezahlt, jedoch ist es wie so oft ein langer Weg bis dorthin, der viele ‚unbezahlte‘ Stunden mit sich bringt.

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Nächstes Objekt der Begierde ist meistens die Anzahl der Follower, über die ja oft gemunkelt wird ‚Sind die gekauft?‘ Yes, das hat gesessen! Denn wenn man so wie ich über zwei Jahre tägliche Arbeit in einen Account und Blog investiert und dann gefragt wird, ob die Follower gekauft seien, fängt man schon an zu überlegen, ob Leute denn gar nicht wertschätzen, was sie hier täglich sehen und lesen!

Ich glaube, es gibt keinen erfolgreichen Blogger mit halbwegs großer Reichweite, der sich noch erlauben kann, einen Tag komplett Social Media und Blog Pause zu machen. Wo früh morgens die Arbeit beginnt, endet sie oft erst um Mitternacht oder später (wie heute).

Was ich aber außerdem schade finde, ist, dass selbst wir Blogger kein bisschen besser sind. Vor allem wenn man sich untereinander nachsagt oder Vermutungen aufstellt, ob Blogger X nicht Follower gekauft hat. Ich bin ehrlich: ich hasse diese Form von Neid, sich immer mit anderen vergleichen zu müssen! Natürlich ist es oft schwer zu begreifen, warum es bei machen eben besser läuft, als bei einem selbst. Aber dann überlegt doch mal: was macht denn Person X anders? Richtig, sie wird sich nicht andauernd an anderen orientieren, sondern ihr eigenes Ding durchziehen, sich mit anderen austauschen, aber niemandem nacheifern. Klar gibt es solche, die sich Reichweite kaufen, aber die werden sich dann auch mit solchen Vorwürfen berechtigterweise auseinandersetzen müssen. Das muss aber jeder Blogger für sich wissen und das will ich auch gar nicht zum Gegenstand dieses Posts machen.

Vor allem das Miteinander ist nämlich eines der wichtigsten Dinge, um weiterzukommen! Ich spreche hier wie so viele andere aus Erfahrung. Zum Beispiel kann ich sagen, dass ich ohne meine Mädels vom Powergirlmovement und unsere WhatsApp Gruppe nicht dort wäre, wo ich heute bin: als Bloggerin und menschlich. Denn wenn wir uns nicht miteinander einen Markt schaffen, sondern stur aneinander vorbeigehen, dann würde das Business wahrscheinlich gar nicht existieren und auch keine Entwicklung erleben.

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Ich habe schon ein paar Zeilen oberhalb erwähnt, dass man mit mir sicherlich die falsche gefunden hat, um sich (meist unberechtigt) über andere auszulassen. Mehr als ‚ja‘ und ‚aha, okay‘ wird man von mir nicht zu hören bekommen. Ich blocke das ab. Absichtlich. Und zwar, weil ich mir sage, dass mir diese Form von Negativität nicht für mich selbst und meine Entwicklung bringt. Anstatt dessen sollte man an sich arbeiten und die Dinge ändern, die genau diesen Neid in einem hervorrufen.

Natürlich ist das nicht immer leicht und auch ich ertappe mich oft dabei, vielleicht doch ganz still und heimlich gerne selbst das haben zu wollen, was andere erreicht haben. Doch es ist überall das Gleiche. Egal ob in der Schule/Uni, im Job oder eben auf Social Media: neben der vielen Arbeit, die man investiert, muss es vor allem eines tun: Spaß machen! Denn wer Dinge nur tut, um viellicht damit Geld zu verdienen oder sich gar zu etwas zwingt, der zieht schnell den Kürzeren und wird auch nur langsam vorankommen.

Als nächstes würden wir wohl auch weniger Vergleiche anstellen, wenn wir mit uns selbst mehr zufrieden wären. Klingt irgendwie  logisch, denn Unzufriedenheit beinhaltet immer den Wunsch nach Veränderung. Aber in eine Richtung, die wir uns meinst irgendwo abschauen, die also dem entspricht, was uns auch ein Stück weit vorgegeben wird. Ob das wieder so toll ist? Darüber lässt sich bestimmt streiten!

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Was jedoch strikt zu trennen ist, sind Neid und Inspiration. Wie gesagt, dieses Miteinander ist quasi notwendig, um überhaupt bestehen zu können und immer bestrebt ist, sich neues einfallen zu lassen. Deshalb hole ich mir Inspiration von anderen um diese dann in meinen Ideen umsetzen zu können. Wie viele Leute gibt es, denen ich quasi alles zu verdanken habe, in welcher Form ich meinen Blog und vor allem meinen Account aufgebaut habe! Und ich denke dabei geht es einem jeden gleich.

Wenn es nicht Leute gegeben hätte bzw. gibt, die genau das machen, was ich dadurch für mich entdeckt habe, würde ich es wohl nicht tun oder? Aber zu solchen Menschen schaut man auf und empfindet keinen Neid ihnen gegenüber, was sie vor einem erreicht haben, denn ohne diese wäre man selbst wie gesagt nicht so weit gekommen. Wisst ihr wie ich meine? Und genau dort muss man anfangen zu denken.

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Doch wie kann man nun am besten damit umgehen? Zuerst einmal: nicht von heute auf morgen und nicht erst ohne die Erfahrung, was es heißt, wenn Leute Neid empfinden.

Jedoch bin ich mittlerweile so weit, dass ich mir denke, dass jedes neidische Verhalten, egal auf was es sich letzten Endes bezieht, immer von eigener Unzufriedenheit ausgeht und Ausreden!

Man such ausreden darin, dass man anderen Sachen an den Kopf wirft die nicht stimmen, nur um eine Erklärung für etwas zu finden, das aus eigener Sicht nur schwer möglich ist. Dass Person X aber dafür hart gearbeitet hat und Person Y zwar auch, aber X doch mehr, wird nicht bedacht.

Also letzten Endes ist Neid quasi die stille Art der Anerkennung, die andere einfach nicht zugeben können. Vielleicht aus Angst, selbst schlechter dazustehen? Oder um Lösungen für eigene Probleme aus dem Weg zu gehen? Überlegt mal und hinterfragt das Ganze. Jedes neidische und missgünstige Verhalten hat irgendwo seinen Ursprung.

Zurück aber zu Social Media: ich denke, dass das Problem dort wie gesagt oft ist, dass die Arbeit unterschätzt wird, die viele in ihren Auftritt und ihre Medienpräsenz stecken. Es gibt bestimmt nicht viele Jobs, die nach Außen hin so einfach wirken und doch so viel Arbeit sind, wie Bloggen oder Social Media.

Deshalb finde ich es immer unendlich schade, wenn wir uns diese tolle Möglichkeit der Kommunikation und Inspiration im Netz durch unnötigen Neid und Zickereien schwer machen. Freut euch mit den anderen und seht deren Erfolg als Ansporn für euch, um selbst weiter zu kommen und davon zu profitieren.

Not your Enemy also. Aber das ist meine Meinung zum Neid auf Social Media. Was ist eure und wart ihr schon mal damit konfrontiert? Lasst es mich wissen!

Xoxo

 

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2 Comments

  1. 19. Juli 2016 / 23:37

    Also vorab mal: schöne Fotos:) ich hoffe, dass mein Akku noch für diesen kommentar reicht 😀
    Einerseits stimme ich dir total zu! Sowohl in ‚real life‘ als auch auf den sozialen medien kann neid aus einer selbstkritischen einstellung heraus entstehen.
    Andererseits ist , so meiner meinung nach, das wort ’neid‘ mit vorsicht zu genießen .
    Vielen würde das Bloggen nicht mal reizen zu machen und gebe solche, wie von dir genannten Aussagen, aus anderen beweggründen von sich – also teils sicher auch neid, teils nicht
    Und man kann es leider nicht abstreiten, dass gekaufte Follower kein erfundendes Phänomen ist – es ist tatsache , dass dies viele zur zeit machen und dies ist nicht nur bloggern bekannt, sondern auch diversen agenturen und firmen, wie es mir selbst bestätigt worden ist
    Aber du hast recht – man sollte die sache x,y vom herzen machen und dann fallen alle anderen negativen eindrücke von alleine in den schatten 🙂

  2. 20. Juli 2016 / 12:14

    1. Ein super Beitrag. Einfach klasse!!!
    2. Wunderschöne Bilder!!!
    3. Wahre Worte
    Liebe Stefanie, da hast du wirklich einen ganz tollen Beitrag zusammengestellt und ich kann dich total verstehen. Es soll hier zwar jetzt nicht um mich gehen, aber ich habe gerade einfach das passende Beispiel dazu. Seit fast einem Jahr blogge ich. Naja, ich hatte vorher schon mal einen Blog, aber da hatte ich mir in meinem Leichtsinn gar nicht wirklich die Gedanken darüber gemacht, was es eigentlich bedeutet zu bloggen. Doch man entwickelt sich ja weiter. Verändert sich. Und so kam es zu meinem heutigen Blog. Auch ich investiere viel Zeit, Mühe und Arbeit in diesen Blog. Es macht mir einfach Spaß und ich freue mich jedes Mal, wenn ich neue Kommentare oder Leser bekomme (auch wenn das nicht das Hauptaugenmerk ist). Doch auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Menschen gibt, die meinen, dass man das ja einfach mal nebenbei macht und das man sich Follower kauft. Letztendlich ist es einfach nur harte Arbeit, die dahinter steckt. Arbeit, die ich gerne mache. Arbeit, mit der ich auch kein Geld verdiene (vielleicht irgendwann mal, aber auch das ist nicht mein Hauptaugenmerk). Ich habe gelernt, solche Kommentare einfach hinzunehmen, aber äußern werde ich mich dazu nicht. Denn ich selber weiß nur zu gut, wie ich das alles bislang erreicht habe.
    Ich finde beim Bloggen, so wie du es hier auch erwähnt hast, gerade so schön, dass man auf wunderbare Menschen treffen kann. Du bist einer davon. Ich lasse mich gerne von deinen Beiträgen inspirieren und ich fand das gestrige Schreiben mit dir wirklich klasse.

    Liebe Grüße,
    Kathleen von http://www.kathleensdream.de

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