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Es ist Sonntag Abend, ich sitze vorm Fernseher. Links von mir mein Macbook, auf dem ich noch schnell die Bilder für den Post bearbeite, die die liebe Susanna von mir gemacht hat, rechts davon mein Iphone und vor mir eine Tafel Schokolade. Ich gönne mir ein paar Stück und denke gleich „Hey, das könntest du doch noch schnell auf Snapchat zeigen. Dort interessiert sich eh jeder dafür, was du so den ganzen Tag isst.“ Doch halt: Schokolade? Um diese Uhrzeit? Und dann noch dazu Milka Vollmilch mit Karamel. Bist du nicht eigentlich ein Vorbild in Sachen gesunder Ernährung? Vorbild? Bin ich das?

Vorbildfunktion Blogger? Tja, diese Frage stelle ich mir öfter in letzter Zeit. Warum folgen mir junge Mädels? Warum interessiert es sie, was ich tagtäglich tue, esse, anziehe, wie mein Tag aussieht und so weiter? Vielleicht finden sie mich bzw. ihr meine Lieben, mich sympathisch und lest gerne meine Texte oder hört mir auf Snapchat zu. Und das freut mich, dass ich mit dem, was ich tue so viele von euch erreichen kann! Das kann ich nicht oft genug sagen 🙂

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Mein Ziel ist es, immer ich selbst zu sein, also Stefanie, die sich nicht verbiegen muss, um anderen zu gefallen. Doch wenn man auf seinem Blog sozusagen schon die Hauptrolle spielt, sollte man dann nicht auch Vorbild sein für alle anderen?

Glaubt mir, das ist nicht so leicht. Wirklich. Vor allem, weil es dann meist Kritik hagelt. Aber Kritik für was? Für das, dass man eben man selbst war? Dass eben auch nicht alles perfekt ist, was man macht? Es klingt absurd, aber oft habe ich Gefühl, auch irgendwie ‚anders‘ wahrgenommen zu werden, seitdem ich hier quasi in der Öffentlichkeit stehe. Mein Blogdreht sich um gesunde Ernährung, Sport und Motivation, um´s Glücklich Sein und andere schöne Dinge im Leben. Doch was, wenn ich mal keine Lust auf Sport habe, oder wie eben mal um Mitternacht eine halbe Tafel Schokolade verputze, mich Sonntags nur im Pyjama fortbewege oder mich auch mal gar nicht zum Lernen motivieren kann? Sowas wollt ihr nicht lesen und wisst ihr, was mir auffällt, wenn ich mir so meine Posts und vor allem die Bildunterschriften auf Instagram durchlese: es wirkt wirklich als hätte ich 24/7 gute Laune und alles wäre perfekt, oder? Natürlich, denn das alles hier sind Ausschnitte aus einem Leben, das ganz normal ist wie jedes andere auch. Und zwar normal in jeder Hinsicht!

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Ich bin ein Mensch wie jeder andere, der Fehler macht und das gar nicht so selten. Doch eines steht fest: ich ernte dafür Kritik. ‚Das ist nicht gut, das macht man nicht und das geht mal gar nicht.“ Reaktionen, die mir vertraut vorkommen und mit denen ich zugegeben auch lange nicht wirklich umgehen konnte bzw. wollte. Mich rechtfertigen für Dinge, die mir aber dann doch ganz normal erscheinen, nur um anderen zu gefallen und ihnen ‚ein Vorbild‘ zu sein? Der falsche Weg!

Natürlich trägt man wie schon erwähnt immer Verantwortung für das, was man macht, aber ist es deshalb falsch? Es wird immer Leute geben, die einen kritisieren werden und denen man nicht in ihre Vorstellung des perfekten Vorbilds passt. Aber wonach suchen wir dann? Nach perfekten Menschen, die es ohnehin nicht gibt?

Ein paar Beispiele: ich blogge über gesunde Ernährung und trinke oft 1 Liter Cola Light am Tag oder esse auch mal drei Proteinriegel. Ich trinke zu wenig Wasser, schlafe zu wenig, halte meine eigens empfohlenen sportfreien Tage nicht ein etc. Eigentlich genau das, was man eben nicht machen sollte, wenn man anderen ein Vorbild sein möchte oder? Naja, aber wer ist dann euer Vorbild? Gibt es diese Person? Ist sie echt? Ja, vor allem letzteres dürft ihr nie vergessen: Echtheit!

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Und jeder Mensch ist echt und dazu gehören Fehler und Makel. Deshalb finde ich auch, dass man selbst dann ein Vorbild sein kann, wenn man nicht zu 100% oder vielleicht nur zu 50% alles richtig macht. Denn es gibt genug Leute, die zum Beispiel Mama oder Papa, die große Schwester oder irgendeinen Star zum Vorbild haben. Und sind die anders als wir? Ich denke nicht, also warum sollten es wir Blogger dann sein?

Wie immer habe ich den Post aus aktuellem Anlass verfasst, um nur mal meine Gedanken loszuwerden und vielleicht auch mal mit euch zu teilen. Ihr könnt mir super gerne eure Meinung dazu dalassen. Wer sind eure Vorbilder? Oder braucht ihr so jemanden gar nicht?sign

 

Und hier noch meine Outfit Details:

Shirt: Abercrombie&Fitch (hier)

Shorts: Zara (hier)

Glasses: Le Specs (hier)

Seaker: Superga (hier)

 

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