Food Photography made easy

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Hey ihr Lieben,

Oft (wenn nicht sogar schon täglich) bekomme ich Fragen von euch, die das Thema Food Photography betreffen. Ihr wisst, dass mir wahnsinnig viel an meiner Fotografie liegt und das mit einer der Hauptgründe ist, warum ich das Bloggen so liebe und Instagram für mich entdeckt habe. Immer schon war ich fasziniert von schönen Fotos und ich gebe offen zu, dass es mein Ziel war und ist, perfekte Bilder zu schießen. Ich habe zu viel Zeit in dieses Hobby investiert, als dass ich mich mit ’normal‘ zufrieden geben würde.

Zurück zum Anfang aber. Viele von euch denken immer, dass es eine Hexerei ist, das perfekte  Foto zu schießen.(oder sagen wir so ‚ein schönes‘ Foto, weil perfekt ist das noch lange nicht :p) Ich muss dann immer schmunzeln, wenn mich Leute wieder einmal fragen, wie viel Zeit heute für das Schießen meiner Bilder draufgegangen ist, denn so viel Aufwand wie jeder immer denkt, ist es wirklich nicht!

Natürlich habe ich mit der Zeit gemerkt, was passt und was nicht, wie ich meine Fotos arrangieren muss, welcher Winkel passt und welche Uhrzeit am besten ist.

Und das möchte ich an euch weitergeben! Hier sind also ein paar ganz einfache Tipps, für jeden von euch! Food Photography made easy sozusagen! 🙂

  1. Verwendet kleine Schüsseln und Teller
    Ich kenne das nur zu gut: der Hunger ist groß und dementsprechend auch der Teller auf dem serviert wird! Doch je mehr darauf ist, desto mehr Anziehungspunkte hat euer Bild quasi, was alles recht schnell unruhig werden lässt. Noch schlimmer: zu große Schüsseln! Ich habe ewig gebraucht, um vor allem morgens die perfekte Schüssel für meinen Porridge zu finden! Früher passierte es mir leicht einmal, dass meine Toppings quasi in der Schüssel untergingen bzw. diese einfach nicht voll wurde!
    Wer trotzdem hungrig ist, der muss ja nicht das ganze Essen auf einmal auf den Teller geben :pberry bowl (1 von 1)-2 Kopie
  2. Das Gewisse Etwas
    Was macht euer Bild genau zu DEM Bild, das jedem gefällt und das geliked wird? Was zieht andere daran an? Bestes Beispiel: Pinterest! Dort gibt es wahnsinnig viele tolle Bilder und doch klicken wir auch nur bestimmte an, die uns einfach gleich ins Auge springen. Was haben diese Bilder an sich? Das müsst ihr euch fragen und versuchen, das auch auf eure Bilder zu übertragen. Oft sind es Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen!
  3. Licht
    Das A und O beim Fotografieren ist und bleibt das richtige Licht! Ihr könnt noch so schönes Essen zum Fotografieren haben, wenn es entweder zu dunkel oder sonnig ist. Im Sommer ist es meist kein Problem, sich einen schönen Platz am Fenster zu suchen, der viel natürliches Licht zum Fotografieren spendet.
    Im Winter sieht die Sache dann schon anders aus: deshalb verwende ich im Winter nahezu immer eine Softbox. In meinem FAQ habe ich euch das Modell verlinkt.
  4. Fokus
    Ich lege viel Wert darauf, dass das Essen im Fokus steht und nicht das Drumherum. Deshalb findet ihr auf meinen Fotos auch immer nur einige wenige Props. Es soll um´s Essen selbst gehen, das die Leute ansprechen soll. Lange Zeit dachte ich immer, ich brauche unendlich viele ‚Extras‘ am Bild, die mir im Endeffekt doch nur alle im Weg waren. Deshalb mache ich meine Bilder am liebsten draußen, auf Stein oder drinnen auf Holz mit nur einigen wenigen bis gar keinen anderen Dingen mehr im Bild.
    curry quinoa crab (1 von 1) Kopie curry quinoa crab (1 von 1)-2 Kopie
  5. How much is too much
    Da wären wir schon beim nächsten Punkt. Wie viel ist zu viel? Auch ich habe anfangs oft den Fehler gemacht, meine Bilder einfach zu voll zu machen, sodass man gar nicht mehr wusste, wo man als nächstes hinschauen soll. Ein paar Blumen hier, eine Tasse da, Besteck und dann vielleicht noch ein wenig Obst/Gemüse im Hintergrund. Natürlich kann das auch toll aussehen, doch zwischen gerade recht und too much ist es meist nur eine kleine Gradwanderung. So liebe ich es, vor allem in der Früh noch einen Kaffee und eine kleine Schale voll Obst mit auf´s Bild zu packen, die aber wirklich im Hintergrund stehen sollen und nicht vom eigentlichen Motiv ablenken.
  6. Winkel
    Sucht euch den richtigen Winkel! Es gibt Gerichte, die sehen einfach von oben besser aus, als von der Seite. Ich wähle auch oft einen 45 Grad Winkel, weil der am besten passt. ABER davor habe ich meine Objekte meist schon von jedem anderen Winkel fotografiert, um zu sehen, ob ich eher weit weggehen muss, ein Overhead Shot passend ist, oder doch eine Detail Aufnahme.berry bowl (1 von 1)-3 Kopie
  7. Frische
    Deshalb ist Vorbereitung alles! Ihr müsst also vorher schon wissen, wie und wo ihr euer Essen fotografieren wollt, denn ich bin mir sicher, dass keiner eingetrocknetes Obst (zb Banane) oder einen Salat in dem das Gemüse einfach nicht mehr frisch aussieht, sehen will. Ein kleiner Tipp: richtet euch eine Spraydose mit Wasser zurecht. Vor allem bei Obst und Gemüse bewirkt das oft Wunder. Ansonsten: schnell die Kamera abdrücken!
  8. Garnish!
    Was so ein paar frische Kräuter on Top alles bewirken können! Gewürze sind natürlich auch super, um euer Essen gleich ein wenig bunter und abwechslungsreicher wirken zu lassen. Besonders im Sommer liebe ich es deshalb vor allem frisches Basilikum oder Rosmarin auf meine Speisen zu geben. Was ich außerdem oft mache: Das Grüne an den Erdbeeren oben lassen! Natürlich nur für´s Foto 😛 Also nein, ich esse das nicht mit haha
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  9. Color Matching
    Schaut zu allererst, ob eure Farben harmonieren! Auch mit dem Untergrund, denn es kann einen wahnsinnig großen Unterschied machen, ob ihr etwas auf weißem, schwarzen oder braunen Untergrund fotografiert. Und wenn ihr euch nicht sicher seid: probiert beides oder lasst Freunde/Familie bei der Auswahl der Fotos mitreden, denn die sind wie alle eurer Follower/Leser unvoreingenommen und betrachten das Bild in dem einen, entscheidenden Moment.
  10. Stimmung
    Was wollt ihr euren Lesern/Followern mit dem Bild vermitteln? Dementsprechend sehen Bilder für´s Frühstück auch immer hell und freundlich aus, während man einen tollen Salat oder Pasta schon ach mal auf einem eher dunkleren Untergrund fotografiert. Vor allem im Winter, wenn ihr Wärme ‚transportieren‘ wollt, finde ich, dass ein dunkles Braun ganz gut passt.

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6 Comments

  1. 30. Juli 2016 / 21:49

    Danke, Stefanie! Ich bin gerade selbst dabei mich am Fotografieren für Instagram zu probieren – natürlich auch Essen 😅 – und habe eigentlich so gar keine Erfahrung damit. Habe deine Beiträge zu Foodphotography gelesen und auch der hier hat mir echt geholfen! Danke dir. Bist super. Weiter so! 👍🏻

  2. 30. Juli 2016 / 22:07

    Toller Blogpost. Finde es sehr toll, dass du deine Tipps uns weitergibst.

  3. 31. Juli 2016 / 9:10

    Wirklich wirklich tolle Tipps und Tricks! Auch wenn ich kein Foodblogger bin, sondern mich eher fuer Fashion interessiere, gehoert ab und zu Mal ein Foodbeitrag dazu und ich fotografiere wirklich gerne das Essen! Und da ich noch nicht soooo gut darin bin, sind solche Artikel genau das richtige fuer mich! Und da deine Photos einfach die schoensten unter Food sind, gibt es keinen besseren Menschen, von dem ich lernen koennte! 😀
    Mit liebsten Gruessen
    Sandra von http://www.shineoffashion.com/
    https://www.instagram.com/sandraslusna/

  4. 31. Juli 2016 / 10:57

    Danke danke danke für die Tipps! Deine Fotos sind immer soso unglaublich schön, auch wenn du sie noch nicht als „perfekt“ empfindest, gibt es für mich kaum schönere Fotos (: Viele nehmen sich deine Fotos bestimmt als Vorbild.
    Das mit den harmonierenden Farben finde ich auch so wichtig, da muss ich ein wenig nachbessern 🙂

    Liebe Grüße,
    Tamara | brunettemanners.at

  5. 1. August 2016 / 1:02

    Wieder ein wirklich toller Post 🙂
    Ich bin ja ein großer Fan von deinen Fotos und generell von Fotografie (Food-Photography steht da zwar ganz oben aber nicht nur). Generell fotografier ich selbst total gern, am liebsten in der Natur oder eben Essen aber ich bin so oft einfach mit meinen Fotos nicht zufrieden, dass die Kamerea dann auch gerne mal ein paar Monate in der Ecke liegt…In der Schule hatten wir zwei Semester je einen Nachmittag in der Berufsschule für Fotografie und das hilft schon enorm wenn es um Licht usw geht allerdings muss ich auch sagen, zumindest ist es bei mir so, dass es dann wieder einschränkt wenn man weiß wie ein Foto auszusehen hat und worauf man alles achten sollte.
    Umso interessanter find ich so Beiträge wie dieser, ich find es total schön wenn man einen kleinen Einblick in den Enstehungsprozess der Fotos bekommt,

  6. veg.fruitia
    2. August 2016 / 9:01

    Ich liebe solche Beiträge. Wirklich immer super tolle und hilfreiche Tipps dabei, vielen Dank Stefanie!
    Deine Bilder sehen wirklich immer klasse aus, mach weiter so!
    Liebe Grüsse veg.fruitia

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