Sunday Thoughts | Selbstliebe und Zufriedenheit

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Hey ihr Lieben,

Für was eignet sich so ein trüber, verregneter Sonntag wie der heutige besser, als sich wieder einmal bei einer großen Tasse Tee seine Gedanken von der Seele zu schreiben? Im Moment genieße ich solche Tage daheim bei meiner Familie mehr als je zuvor. Wenn ich so an die letzten Wochen zurückdenke, zaubert es mir sofort ein Lächeln auf´s Gesicht. Zu schön war die Zeit in Hamburg und Berlin, die zahlreichen Besuche in Wien, Salzburg und Linz und generell mein Sommer. Natürlich gibt es immer Dinge, die mich stören, aber im Großen und Ganzen bin ich gerade wirklich zufrieden, wie es läuft und vor allem mit mir selbst.

Wenn mich die letzten Jahre eines gelehrt haben, dann ist es, wie verdammt wichtig es ist, mit sich selbst im Reinen zu sein. Darauf baut alles auf, denn wenn man nach innen unglücklich und unzufrieden ist, wird man kaum in der Lage sein, Dinge zu genießen. Ich spreche hier von Selbstliebe und Zufriedenheit oder Selbstakzeptanz-einem Thema, das vor allem auf Social Media zur Zeit immer mehr in den Vordergrund rückt. Und das bestimmt nicht ohne Grund, denn auch ich muss heute in diesem Sunday Thoughts Post meine Gedanken, Erfahrungen und Ratschläge mit euch teilen, weil ich denke, dass sie bestimmt vielen von euch helfen werden, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, wie ich mich.

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Selbstliebe und Zufriedenheit, wie erreiche ich das? Naja, ich glaube, dass man sich zuvor erst einmal selbst so akzeptieren muss, wie man ist. Wenn man sich nicht akzeptiert, kann man sich auch nie lieben. Zufrieden wird man erst, wenn man sich selbst liebt. Also baut einfach alles aufeinander auf.

Genau so ist es auch mit anderen Leuten. Wer sich selbst nicht ‚mag‘, dem wird es auch schwer fallen, andere von Herzen zu lieben und ihnen dieses Gefühl zu vermitteln.

Dabei sind es besonders Freunde und Familie, die unseren Alltag so besonders machen-unser soziales Umfeld also. Ich sehe das mittlerweile mit ganz anderen Augen als noch vor einem Jahr, ja vielleicht sogar einem halben. Früher verlief sich mein Alltag in eine Art ‚Tunnel‘, der mich vergessen ließ, dass ich auch noch da bin. Ich, die Bedürfnisse hat. Ich, die sich auch mal etwas gönnen darf. Ja man kann sagen, dass ich mir nie eingestehen wollte, dass sich das Leben um mehr dreht, als bloß seinen Tag dahin zu leben und zu versuchen, möglichst alles richtig zu machen, damit die anderen zufrieden sind. Aber was ist mit einem selbst?  Man selbst ist auch noch da. Da, um das Leben zu genießen. Jeden einzelnen Tag aufzustehen, und verdammt noch einmal mit sich zufrieden zu sein. Nach vorne zu blicken und sich auf das zu freuen, was kommt. In Erinnerungen zu schwelgen, die einen zum Lächeln bringen-ja, einen glücklich machen.

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Aber wo fängt dieser Zustand der inneren Zufriedenheit an bzw. wie? Und warum sehe ich heute alles einfach ganz anders?

Zuerst einmal ist mir etwas bewusst geworden. Nämlich, dass das schönste Leben nach außen hin keinen bzw. wenig für einen selbst bringt, wenn man es nicht genießen kann. Wie erwähnt, waren mir viele Dinge in den letzten Jahren quasi ‚egal‘ bzw. konnte ich mich einfach über nichts mehr freuen. Ich weiß noch ganz genau, wie toll ich früher Weihnachten, Ostern oder jedes Mal Feiern gehen gefunden habe-ich habe mich darauf gefreut. Wirklich. Irgendwann bedeuteten diese ‚Feierlichkeiten‘ dann nur noch Stress für mich. Ich habe quasi den eigentlichen Sinn dahinter vergessen. Ich konnte es nicht mehr, auch mal Weihnachen über die Stränge zu schlagen, bis morgens unbeschwert zu tanzen, oder an Ostern den ganzen Schoko Osterhasen auf einmal zu verputzen. Außerdem hatte ich keine Freude mehr daran, weil ich an allem nur noch das Negative sah. Ihr wisst nicht, wie oft ich mir ‚die alte Zeit‘ in den letzten Jahren zurück gewünscht hatte. Ja, früher war ich spontan, früher war ich lustig aber ich war vor allem eines: zufrieden. Ich habe mich so genommen wie ich war und es war mir in einem gewissen Maß egal, was andere von mir denken bzw. tat ich das, was mir Spaß machte ohne groß nachzudenken.

Warum ich jetzt abschwenke und euch das erzähle? Weil ich euch klar machen möchte, dass einfach alles zusammenhängt und man das eigene Glück mit sich selbst quasi in eigener Hand hat. Ich habe euch schon einmal über das Thema Kontrolle erzählt und wie mich diese ewige Kontrolle wirklich eingeschränkt hat. Und das ist es auch, was sich letzten Endes auf die eigene Zufriedenheit auswirkt.

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Ich hatte keine Zeit, mich selbst zu mögen. Vielmehr waren meine Gedanken voll mit anderen Dingen, die meinen Alltag immer wieder auf´s Neue bestimmt haben. Es klingt hart, aber wenn ich jetzt zurückdenke, kommt es mir oft so vor, als hätte ich mich selbst nicht mehr wertgeschätzt. ‚Tu das, was von dir verlangt wird‘-aber was wurde denn verlangt? Ich habe mir selbst Pflichten auferlegt, die nie jemand von mir gefordert hätte. Ich tat das, was gut war für mich nach Außen hin. Aber nach Innen? Ja Innen gibt´s dann auch noch, nur vergisst man darauf wirklich sehr schnell.

Irgendwie ging es mir in den letzten Jahren nie wirklich darum, etwas zu tun, weil ich es gern habe, sondern weil ich dachte, dass es ’so gehört‘ und ich schon damit zufrieden sein werde. Doch merkt euch eines: das eigene Glück kann man sich nicht selbst aufzwingen. Vielmehr muss man herausfinden, was man mag und was eben nicht.

Und ich bin froh, das letzten Endes getan zu haben. Ich habe mich gefragt, was denn wirklich Sinn macht für mich, mein Leben, mein Wohlbefinden und auch meine Zukunft. Wie möchte ICH diese gerne verbringen. Wo sehe ich mich in zehn Jahren. Mache ich das gern, was ich tue? Darüber habe ich mir in den letzten Jahren nie wirklich Gedanken gemacht. Vor allem im letzten halben Jahr kann ich sagen, dass ich nicht nur (wieder) ein viel fröhlicherer Mensch geworden bin, sondern auch wieder Erfolge feiern kann, mich freuen und mich vielleicht auch einmal mit weniger zufrieden geben kann.

Natürlich war das ein langer Weg, der noch lange nicht abgeschlossen ist, aber ich habe selbst den ersten Schritt getan und mir einmal bewusst gemacht, dass ich nur dieses eine Leben habe und es mein gutes Recht ist, dieses so zu leben, wie ich mir das vorstelle. Ich tue das, was mir Spaß mact, was mich glücklich macht. Ich habe gelernt, zu sehen, dass ich Stärken habe, viele sogar. Dass ich Dinge gut kann und dass ich dadurch bereits viele Menschen stolz gemacht habe. Aber vor allem habe ich mir selbst den Druck genommen, das alles irgendjemandem beweisen zu müssen. 

21.08wienkleid (5 von 6)Was jetzt so einfach klingt, hat mich aber viel Überwindung gekostet. Überwindung, die mir einen Berg voller unnötiger Sorgen genommen hat, die mich nur selbst belastet haben und für die es nun keinen Platz mehr gibt in meinem Leben.

Ich habe mich von dem verabschiedet, was mich unglücklich gemacht hat und versuche, jeden Tag so zu gestalten, dass ich daraus einen Nutzen für mich ziehen kann.

Vor allem habe ich aber auch gelernt, dass ich selbst mit mir zufrieden sein muss, um mit anderen Dingen zufrieden sein zu können. 

Vorher habe ich aber eines aufgehört: Dinge an mir zu kritisieren. Ich wusste in den letzten Jahren wirklich oft selbst nicht, nach was ich strebe. Vor allem hat mich diese ständige Unzufriedenheit kein bisschen selbst voran gebracht. Heute sehe ich mich als Person ganz anders. Wenn ich mir alte Fotos ansehe, denke ich mir oft, wie ich nur so blind sein konnte. Was wollte ich von mir? Ich weiß es bin heute nicht. Ich weiß nur, dass ich vor allem den Umgang mit mir selbst ändern musste.

Es ist gut so wie es ist und vor allem: man selbst ist verdammt gut, so wie man ist! Genau dort fängt Selbstliebe an.

Natürlich heißt das nicht gleich, selbstverliebt zu sein. Es heißt nur, sich und den eigenen Körper so zu akzeptieren und zu mögen wie er ist. Nur wenn ihr das könnt, könnt ihr letzten Endes auch zufrieden werden mit eurer Situation. Ich glaube nicht, dass das eine ohne das andere funktionieren wird und weil Zufriedenheit das ist, wonach wir streben, müssen wir dem Ganzen nunmal Selbstliebe voranstellen. Zumindest klingt es für mich logisch und es ist der erste Schritt dahin.

Aber lasst mich gerne wissen, wie ihr das seht! Ich hoffe wie immer, der Post zum Thema Selbstliebe und Zufriedenheit hat euch gefallen!

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Und vielen Dank an die liebe Valentina für die schönen Fotos! <3

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13 Kommentare

  1. 21. August 2016 / 19:37

    Wieder Mal ein super toller Post liebe Steffi! Ich habe über dasselbe Thema auch vor kurzem einen Beitrag geschrieben und es ist interessant, es auch von jemandem anderen zu lesen! Du hast natürlich so recht, mir war früher auch alles egal, war mit mir zufrieden und habe das Leben genossen, danach als ich in die Pubertät kam, habe ich mich auf einmal mit anderen verglichen und das war dann nicht mehr so toll, habe begonnen mich im Spiegel anzuschauen und auf einmal war all meine Zufriedenheit weg und ich habe begonnen abzunehmen, und es ist dort geendet, wo es auch bei dir der Fall war. Jetzt erst beginne ich wieder von neu an alles zu genießen und langsam mit mir selber zufrieden zu sein, es sind manchmal so Kleinigkeiten, wie ein Pickel, Outfit oder MakeUp, einfach unwichtige Sachen, die man zum Leben nicht braucht! Danke für diesen Beitrag!
    Mit liebsten Grüßen
    Sandra von http://www.shineoffashion.com
    https://www.instagram.com/sandraslusna/

    • Stefaniegoldmarie
      22. August 2016 / 22:40

      Danke dir! 😉 Oh echt? Ja das stimmt! Ich finde mich gerade SO in deinen Worten wieder, meine Liebe :*
      Alles Liebe

  2. Evelyn
    21. August 2016 / 20:12

    Unglaublich bewegender Post! Vor allem weil er mir so aus der Seele spricht. Man nimmt sich so viel Lebensfreude und Qualität durch diese Gedanken…mir ging bzw. geht es genauso…so schade was dabei verloren geht.
    Nichtsdestotrotz bin ich erleichtert, dass ich nicht alleine bin mit solchen Sorgen.
    Ich lese wirklich gerne deine Posts! du machst das wirklich toll und hilfst den Leuten, mir zumindest 😉 weiter so!

    • Stefaniegoldmarie
      22. August 2016 / 22:39

      So so lieb von dir! Ja voll-ich gebe dir zu 100% Recht! Nein bist du nicht :* Oh das freut mich wirklich <3
      Xoxo

  3. 21. August 2016 / 21:16

    Ein so wundervoll geschriebener Post! Ich kann dir nur in allen Punkten zu stimmen und hatte selber auch schon mal solche Phasen. Aber habe immer wieder daraus gefunden.

    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend
    Caro

    http://perfectionofglam.blogspot.de/?m=1

    • Stefaniegoldmarie
      22. August 2016 / 22:38

      Danke dir so sehr! :* Oh dann kannst du umso mehr stolz auf dich sein :))
      Xoxo

    • Stefaniegoldmarie
      22. August 2016 / 22:37

      Vielen lieben Dank :* Jan ich glaube auch!
      Alles Liebe

  4. 22. August 2016 / 21:56

    Liebe Stefanie,
    sehr schöner Text zum Thema Selbstliebe. Am wichtigsten ist wirklich, dass man mit sich im Reinen ist und jeden Moment genießen sollte! Auch wenn das vielleicht nicht immer so leicht ist. Mit deinem Text machst du ganz bestimmt vielen Mut, dass jeder lernen kann sich selbst zu lieben!
    LG Anna
    http://fithealthyhappyanna.blogspot.de/

    • Stefaniegoldmarie
      22. August 2016 / 22:37

      Danke dir SO sehr meine Liebe! <3 Ja das stimmt zu 100% und ich glaube, dass man das erst einmal herausfinden muss 😉
      Alles Liebe

  5. veg.fruitia
    24. August 2016 / 20:52

    Ein wirklich schöner Beitrag Stefanie!
    Du kannst so stolz auf dich sein, was du alles geschafft hast in den letzten Jahren und wie du dich entwickelt hast, echt super!
    Wirklich motivierend, inspirierend und zum denken anregend. DANKE

    Liebe Grüsse

  6. 25. August 2016 / 21:41

    Die Bilder und das Outfit sind SO schön! Dunkles Rot steht dir richtig gut! :-))
    Und der Text ist auch ganz toll, so schön, wenn man die Veränderung auch spürt, man sieht’s dir auch an! 🙂
    Bussi zu dir :* xx Klara

    http://www.klarafuchs.com

  7. 4. April 2017 / 17:03

    Hallo liebe Stefanie
    Du hast so viel Wahres in diesem Post gesagt. Ich erwische mich auch selbst noch viel zu häufig dabei, dass ich Dinge von mir erwarte, die weder jemand anderen noch mich glücklich machen und damit vollkommen überflüssig sind. Ich glaube, was das betrifft muss jeder an sich selbst arbeiten. Selbstliebe ist nichts was man von einem Tag auf den anderen lernt.
    Alles Liebe!
    https://blaubeerlaeuferin.wordpress.com/

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