Der Anfang vom Ende-mein Weg aus der Essstörung

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Hey ihr Lieben,

Everything will be okay in the End okay. If it´s not okay, it´s not the End.-John Lennon

Ich liebe das Zitat. Und wisst ihr warum? Weil es stimmt und weil man fest daran glauben sollte, dass alles irgendwann ein gutes Ende nehmen wird.

Mittlerweile fällt es mir nicht mehr schwer, mit euch hier meine Gedanken zu teilen und euch teil haben zu lassen an meiner Geschichte, weil ich es mit meiner Reichweite quasi als meine Pflicht sehe, anderen zu helfen.

Lange Zeit habe ich kaum über meine Krankheit gesprochen bzw. konnte es einfach nicht. Vielleicht auch, weil ich meine Essstörung nicht als solche gesehen habe. Doch das ist sie und zwar eine, die mit am schwersten zu heilen ist und verdammt viel Eigeninitiative bedarf.

Oft scheitert man, hat Zweifel ob das, was man tut denn richtig ist, doch irgendwann ist immer ein Anfang vom Ende dieser schrecklichen Krankheit in Sicht.

Den Anfang vom Ende oder mein Weg aus der Essstörung, das möchte ich heute mit euch teilen.

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Wie ihr wisst, fing alles bei mir mit knapp 16 Jahren an. Ich war nie dick und immer sportlich. Also abnehmen musste ich nicht. Vielmehr ging bei mir zu der Zeit einfach alles drunter und drüber. Wir waren umgezogen, ich wechselte die Schule, betrieb Leistungssport. Der wahren Ursprung meiner Krankheit lässt sich aber schon viel viel früher finden, zu einer Zeit als ich noch so kein war, dass mir das lange nicht bewusst war. Kurz: ich hatte schon früh mit großem Verlust zu kämpfen und das hat mich auch meine gesamte Kindheit begleitet. An dieser Stelle möchte ich aber nicht mehr dazu sagen (zumindest jetzt nicht), da das Thema wirklich sehr privat ist. Deshalb brauchte ich irgendetwas, dass ich ‚kontrollieren‘ konnte nachdem. Alles schien sich damals für ich zu verändern: neue Schule, neues Umfeld. Diese Kontrolle habe ich dann über meinen Körper ausgeübt. Bis zum Schluss war mir das auch selbst gar nicht bewusst bzw. habe ich nicht gemerkt, dass ich immer dünner und dünner wurde und es mir von Woche zu Woche und von Tag zu Tag schlechter ging. Selbst als ich dann mit unter 40kg im Krankenhaus war, dachte ich ganz sicher, am nächsten Tag wieder nach Hause gehen zu dürfen.

Mit der Zeit wurde mir aber klar, dass es so nicht weiter gehen kann. Still und heimlich schrie ich um Hilfe, doch andererseits wollte ich diese ‚Kontrolle‘ auch nicht aufgeben.
Viele glauben immer, dass man eine Essstörung wie Magersucht heilen kann, indem man einfach an Gewicht zunimmt. Doch das ist nur der Anfang, denn eigentlich spielt sich alles im Kopf ab.

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Auch wenn ich ‚nur‘ knapp ein halbes Jahr extremes Untergewicht hatte, war ich dann auf keinen Fall geheilt. Ich dachte das zwar immer, doch vor allem jetzt wird mir immer mehr bewusst, dass ich wirklich lange noch mitten drin steckte.

Anfangs lebte ich quasi mit zwei ‚Ichs‘. Das eine Ich, dass alles besser machen wollte und einsichtig war und dann eben das andere, das auf keinen Fall aufgeben wollte, für was es so lange ‚gekämpft‘ hat. Vor allem am Anfang war das enorm schwer und deshalb verwundert es auch nicht, dass ich mir unheimlich schwer getan habe, loszulassen und nicht mehr alles kontrollieren zu wollen.

Wer sich jetzt wundert, ob ich keine psychologische Hilfe hatte: die hatte ich. Doch gebracht hat es nichts. Das Problem war nämlich, dass mein Problem nicht erkannt wurde und ich bei jedem der wenigen Besuche noch schlechter vorkam bzw. ich auf einmal nicht mehr ‚nur‘ machtsüchtig war, sondern auch depressiv und mir was weiß ich was eingeredet wurde. Natürlich lag das denke ich an meiner Psychologin, die wohl nicht die richtige für mich war. Oder vielleicht war ich auch damals noch nicht dazu bereit, Dinge in meinem Leben grundlegend zu ändern?
Es ist also nicht verwunderlich, dass ich nachdem ich die ersten Kilos zugenommen hatte (oder eher musste), wieder so weiter gemacht habe wie zuvor. Das blieb auch nicht ohne Konsequenz und so hatte ich am ende des Sommers knapp 42 Kilo und somit nur wenig mehr als am ‚Anfang‘.

Es wurde dann Herbst und die Schule ging wieder los. Die ersten Wochen spielte ich dieses Spiel noch, doch als dann die Prüfungen und der Lernstress wieder losgingen, merkte ich, wie kraftlos ich geworden war und dass ich nicht mal in der Lage bin, beim Turnunterricht halbwegs mitzuhalten. (Ihr müsst wissen, dass ich den ganzen Sommer über quasi Sportverbot hatte und außer ein paar Mal Reiten gehen wenig Bewegung machte.)

Nun kam wieder dieses eine Ich in mir hoch, dass mich zwang etwas zu ändern. Wie immer dachte ich noch, dass mit mehr Kilos auf der Waage alles getan sein wird und aß bewusst mehr. Wie gesagt, ich fand mich nie dick und ich glaube deshalb fiel es mir nicht schwer, auch zuzunehmen.

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Ich glaube ich habe schon einmal erwähnt, dass ich schon immer halbwegs gesund gegessen habe. Vielleicht nicht ganz so viel Gemüse wie heute, aber wirklich nicht ungesund. So fand ich damals eigentlich ein gutes Mittel. Zudem war Weihnachtszeit, ich habe viele Kekse gebacken und natürlich auch genascht und war wirklich auf dem besten Weg, das Ganze zu überwinden.

Im Frühjahr ging es mir dann eigentlich richtig gut und ich aß viel und fing auch wieder mit dem Sport an.
Doch dann machte ich einen großen Fehler: ich begann, meine Kalorien zu zählen. Wie damals. Und schnell wurde ich wieder abhängig davon. Wie schon beschrieben ‚brauchte‘ ich vielleicht einfach wieder diese Kontrolle über mein Leben, die mich in alte Muster zurückfallen ließ.

Und wer hätte es gedacht, die Kalorien wurden immer und immer weniger und das, obwohl ich Sport machte. Ich war also wirklich NICHT NETT zu mir und meinem Körper.

Als mich dann meine besten Freundinnen aus der Schule drauf ansprachen und es auch daheim natürlich wieder aufgefallen war, war ich wieder an dem Punkt: ich muss etwas ändern.

Dieses Mal: ich ernähre mich ausschließlich gesund. Was mich dazu brachte? Ich will nicht die Schuld darauf schieben, aber zu dieser Zeit habe ich mich auf Instagram angemeldet und fand diese ganzen ‚Healthy Lifestyle‘ Posts richtig toll! Ich sagte mir: iss gesund, aber NUR gesund. So begann ich alles zu streichen, was nur das geringste Gramm Zucker, Weizen oder Süßstoff enthielt. Nicht einmal Kaugummi kaute ich, trank eine Cola Light oder kaufte mir Brot vom Bäcker(!!). Das war nun meine Art der Kontrolle über meine Ernährung geworden. Das andere Extrem sozusagen. Dazu muss man wissen, dass das alles noch gar nicht so lange her ist. Zu der Zeit war ich auch schon als stefaniegoldmarie auf Instagram unterwegs. Ich aß ja immer viel aber eben NUR gesund!
Das war auch das Jahr bzw. der Winter in dem ich meine Matura machte. ich steckte mitten in den Vorbereitungen, musste nicht mehr so viel zur Schule und hatte einmal Zeit, mir Gedanken zu machen, wie es in Zukunft aussehen würde. Vor allem fragte ich mich aber auch: bin ich glücklich so? Nicht zu 100%! Auch wenn mir an meiner Ernährung nach außen hin quasi nichts fehlte, weil sie ausgewogen war und eben GESUND, hätte ich es doch lieber anders gewollt. Anders in dem Sinn, dass ich mich durch meine ausschließlich gesunde Lebensweise quasi sozial isoliert habe. Ich war zwar viel mit meinen Freundinnen unterwegs, doch ich trank weder Alkohol (keinen Tropfen, auch wenn ich den zugegeben einfach wirklich nicht vertrage. Aber nicht mal ein ‚Anstandsglas‘) und schon gar keine Chips oder Kuchen, die meine Freundinnen öfter mal vorbereiteten.
Zum ersten Mal kam dieses echte schlechte Gewissen dazu, wenn ich mir vorstellte, solche Dinge zu essen. ich war also von der Magersucht in die Orthorexie gerutscht und das viel schneller, als es mir lieb war. Ich kann mich sogar noch SO gut daran erinnern, als ich unbedingt einen gehypten Quest Bar probieren wollte und einfach ein arg schlechtes Gewissen wegen des Süßstoffes hatte. Jetzt greife ich mir an die Stirn darüber, aber früher waren das meine Sorgen.

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Doch wie ging es weiter? Nach der Matura fiel einfach SO eine große Last von meinen Schultern. Ich hatte auf einmal das ganze Leben vor mir, mit dem ich nun etwas anfangen musste. Vor allem wurde ich durch diese ganzen Einschränkungen einfach immer unglücklicher und war wieder an eimem Punkt, an dem ich alles ändern wollte. Was heiß alles, ich wollte mir wieder mehr Sachen gönnen können, die ich früher geliebt und nun als ‚ungesund‘ abgestempelt habe. ich weiß noch wie erstaunt meine Mama damals war, als ich eines Tages mit einer Packung Kinderschokolade nach Hause gekommen bin, sie mich fragte, ob die für meine Schwester ist und ich sagte: Nein für mich. Außer Kakaonibs und Raw Chocolate gab´s bei mir nicht viel das letzte halbe Jahr :p

Wahrscheinlich kam nun auch dazu, dass ich älter geworden bin und nun endlich in der Lage war, mich zu fragen, ob das denn alles Sinn hat, was ich mache bzw. was ich MIT MIR mache!

Natürlich hatte ich mit der Zeit meine Angewohnheiten entwickelt ,die ich nicht mehr so einfach loslassen konnte. Doch auf einmal fing mir meine Ernährung wieder an, Spaß zu machen. Ich probierte viele Dinge, die ich auch mal für nicht so ‚gesund‘ empfand und ich konnte sie genießen.

Trotzdem gab es lange Zeit einfach auch noch Dinge, die mir Schwierigkeiten bereiteten. Ich war es gewohnt, dass meine Mahlzeiten immer perfekt zusammengesetzt sein müssen. Ein Essen ohne Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett gab es nicht bei mir. Ich aß Snacks, weil ich es für richtig hielt und alles zu einer bestimmten Uhrzeit.

Diese Kontrolle blieb mir wirklich lange Zeit erhalten. ich bin scheinbar wirklich so ein Gewohnheitstier, dass immer um die selbe Uhrzeit Frühstück, Mittag, Abendessen und dann noch meine Zwischenmahlzeiten brauchte. Oft habe ich mir sogar darüber Gedanken gemacht, wenn ich wo eingeladen war oder unregelmäßige Unizeiten hatte.

Und auch so verschwendete ich wieder viel Energie und Lebensfreude an solch zweitrangige Dinge, die mich kein bisschen glücklicher und zufriedener machten, außer, dass sie mir wieder in gewisser Weise ein wenig Sicherheit gegeben haben.

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Vor allem im letzten Jahr habe ich sehr viel nachgedacht. Wie gesagt, ich bin erwachsener geworden und habe meine Prioritäten anders gesetzt. Nicht selten habe ich mich auch dabei ertappt, wie ich angefangen habe, etwas wirklich anzuzweifeln wie den Zwang, der doch immer noch in meiner Ernährung zu stecken scheint. Was hat das für einen Sinn für mich? Geht es mir damit besser? Wohl kaum! Auch wenn man es mittlerweile nicht mehr so sehr merkt, gibt es immer noch Dinge, die ich mir selbst verbiete. Vor allem nämlich unbewusst selbst verbiete.

Doch warum mache ich das? Warum kann ich einfach nicht nett zu mir selbst sein? Was habe ich mir getan?

Ernährung hat bei mir in den letzten Jahren einfach wirklich eine sehr große Rolle gespielt und das in vielerlei Hinsicht. Einerseits bin ich froh darüber, mich einigermaßen auszukennen und auch viel gelernt zu haben, aber andererseits war mein Verhältnis zum Essen nie wirklich das gesündeste.

Doch das Problem liegt zumindest bei mir eben nicht im Essen an sich. Es liegt viel mehr darin, Kontrolle haben zu wollen und sich selbst vielleicht auch nicht wert zu schätzen.

Was ich geändert habe? ich habe angefangen, mich zu akzeptieren so wie ich bin. Ich habe gelernt, auch mal stolz sin zu können auf mich und mich selbst mehr wert zu schätzen.

Erst neulich habe ich irgendwo diesen Vergleich gehört: So wie man zu Freuden nett ist, so sollte man das auch zu sich selbst sein. Oder würde man Freuden nichts zu essen geben, sie hungern lassen oder ihnen das Essen vermiesen?

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Ich weiß, dass ich selbst nach über vier Jahren noch keineswegs raus aus dieser Krankheit und diesen Gedanken bin und sie mich noch oft einholen. Doch wenn ich zurückblicke, sehe ich heute ein ganz andere Stefanie als noch vor zwei, ja vielleicht sogar einem Jahr. Ich habe verdammt viel Zeit darin investiert, über mich selbst nachzudenken. Was mich glücklich macht und was nicht und vor allem OB mich das, was ich mache, denn überhaupt glücklich macht.

Mein Weg aus der Essstörung wird sicher noch ein langer sein, auch wenn mir das vielleicht oft noch immer nicht ganz bewusst ist, aber irgendwo ist immer ein Anfang vom Ende. Man muss ihn nur tun.

Wie immer hoffe ich, euch mit diesem Post ein wenig weiterhelfen zu können bzw. alle, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie ich mich, zum Nachdenken anregen zu können. Das Thema liegt mir wirklich am Herzen, denn ich weiß, dass es (wie bei mir selbst) oft unterschätzt wird und sie Folgen auch Jahre später noch zu spüren sind.

Freue mich auf euer Feedback in den Kommentaren und auch, ob ihr mehr solcher Posts lesen wollt.
Xoxo

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13 Kommentare

  1. 7. September 2016 / 19:56

    So ein schöner Post! Ich finde es fanatisch, dass es dir mittlerweile gut geht. Ich finde es inspirierend, was du alles überstanden hast und wie du es jetzt meisterst. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder! :*
    Bussi aus Graz, Klara <3

  2. Antonia
    7. September 2016 / 20:50

    Liebe Stefanie,
    danke für deine offenen und bewegenden Worte!
    Ich kann mich noch ganz genau an deine „früheren Instagramzeiten“, an all die schön angerichteten Overnight-Oats-Jars und deine langen Texte erinnern – denn ich folge dir schon seit je. (Ich habe auch dein Ebook und noch einige Screenshots von deinen Rezepten auf IG – wie lange das alles her ist 🙆🏼 ) ..Jedenfalls ist es für mich umso interessanter zu lesen, wie es „hinter den Kulissen“ (ich nenne es jetzt einfach mal so) damals aussah. Du warst immer schon ein Vorbild für mich – sei es ernährungsmäßig oder sportmäßig – und bist es noch immer! (jetzt bist du es auch „Bloggermäßig“😉)
    …Ich denke, dass ich mich mit dir in irgendeiner Hinsicht einfach identifiziere.

    An dieser Stelle möchte ich mich einfach mal für all deine Beiträge, deine Rezepte und deine Gedanken, die du mit uns teilst und all die Arbeit, die du in das alles steckst, bedanken. Ich kann mir vorstellen, wie zeitintesiv dein Hobby (und mittlerweile erfolgreicher Nebenjob – Gratulation!! 💕) ist.
    Also, nachdem Freude schenken und Danke sagen zwei der schönsten Dinge im Leben sind, wünsche ich dir noch einen schönen und gemütlichen Abend und nur das Allerbeste für deine weitere Zukunft – in jeder Hinsicht ❤️ Danke!

    Alles Liebe,
    Antonia (Salzburg,18)

  3. 7. September 2016 / 20:54

    Danke danke danke Liebstes! Ich liebe diese Beiträge so sehr, ich weiß genau was du mit der Psychotherapie meinst, ich muss laut meiner Ärztin es eben machen, weiß aber dass es mir nicht hilft, da sind deine Posts viel hilfreicher und motivierender! Ich fühle mich danach immer depressiv und bin sehr sehr traurig, auch über mehrere Tage! Ich finde es so faszinierend, wie du alles überstanden hast und wo du jetzt bist und hoffe, dass ich es über mich auch eines Tages sagen kann!
    PS. Der Overal ist übrigens der Hammer und steht dir super! ;D
    Mit liebsten Grüßen
    Sandra von http://www.shineoffashion.com
    https://www.instagram.com/sandraslusna/

  4. Vicky
    7. September 2016 / 22:12

    Hallo Stefanie,
    dein Post ist wirklich sehr gut. Ich erkenne mich selbst an vielen Stellen wieder. Ich hatte auch eine Zeit lang so ein „gestörtes“ Verhältnis zum Essen. Das ist auch viel besser geworden, aber ich bin mir sicher, dass auch noch ein langer Weg vor mir liegt. Ich bin durch Kraftsport viel selbstbewusster und glücklicher geworden. Aber das war auch ein langer Weg. Mach weiter mit deinen Posts, du gibst dir echt viel Mühe und das merkt man 🙂
    Liebe Grüße :*

  5. Nina
    8. September 2016 / 9:14

    Liebe Steffi,
    danke, das du das mit uns geteilt hast. Dein Blog ist sehr inspirierend und ich folge dir auch sehr gerne! Momentan rutsche ich leider immer mehr in die Richtung … Ich wiege zum Glück noch 48/49 Kg bei einer Größe von 1,60m.. Jedoch merke ich wie oft ich mir etwas verbiete.. Muss deshalb mittlerweile Eisentabletten und Schilddrüsentabletten nehmen. Hatte mich den letzten Monat fast nur von Gemüse, Obst und Quark ernährt. Abendessen hat bei mir nicht mehr existiert. Das versuche ich nun zu ändern und esse, auch wenn ich mich unwohl fühle. Trotzdem habe ich einfach so viele böse Gedanken.. Die habe ich jedoch schon seit Jahren 🙁 Ich habe so einen Selbsthass, ich kann gar nicht mehr glücklich sein.. Ich werde mich momentan nach einem Psychotherapeuten um, damit ich in Behandlung kann, weil so will ich einfach nicht mehr! Ich möchte glücklich sein! Nicht ständig schlecht gelaunt, weine fast täglich und habe schreckliche Nächte.. Ich bin froh, dass es so Menschen wie dich gibt. Du zauberst mir öfter ein Lächeln, weil du so ein positiver Mensch bist und das einfach abfärbt 🙂 Ich wünsche dir weiterhin noch alles Gute :* Liebe Grüße, Nina

  6. Christina
    8. September 2016 / 15:42

    Wow – was für ein bewegender beitrag!

    ich finde es toll, dass du deine erfahrung und gedanken mit und geteilt hast.. das lesen hat mich sehr bewegt.
    vor allem liegt das wahrscheinlich auch daran, dass ich mich in vielen punkten wiederfinde .. das ständige auf und ab, das kalorien zählen, den zwang haben, nur gesundes essen zu wollen.
    danke, für deine offenheit und immer weiter so!! 🙂
    liebe grüüüße!

  7. 8. September 2016 / 17:02

    Der Beitrag ist super geworden. Total bewegend, aber bestimmt auch richtig motivierend für andere, vielleicht auch endlich ehrlich zu sich selbst zu sein & etwas ändern zu wollen. Ich finde es echt total schön, wie du deine Geschichte mit uns teilst und freue mich, dass es dir nun schon viel besser geht.
    Ganz viele liebe Grüße aus Thailand,
    Laura
    http://www.meet-laura.com

  8. 8. September 2016 / 23:13

    So ein schöner Beitrag, liebe Steffi.
    Ich hoff du schaffst es irgendwann zu 150%, diese Gedanken abzulegen – sie Schränken halt doch einfach wirklich ein..
    Mach’s gut – ich denk an dich!
    Angie
    hellopippa.com

  9. Carolin
    9. September 2016 / 23:48

    Hallo Stefanie,
    erstmal finde ich es klasse und sehr bewundernswert wie offen du hier bist! Hut ab.
    Ich selbst bin 15 Jahre alt und leide seit 2 Jahren an einer Essstörung, anfangs Magersucht bzw Anorexiea Nervosa, ist ja laut Wissenschaftlern nicht das gleiche und momentan stecke ich auch sehr in der Orthorexie fest. Zugenommen habe ich während eines halbjährigen Klinikaufenthaltes und ich bin jetzt seit einem Jahr wieder im Normalgewicht. Aber eig will ich hier gar nicht über mich schreiben, ich will dir nur sagen, dass ich das alles sehr gut verstehen kann und dich bewundere. Ich weiß, das hörst du bestimmt total oft oder vielleicht fragst du dich jetzt auch, warum? Warum bewundert sie mich?
    Allein die Einsicht zu haben und so etwas wie in diesem Post zu schreiben zeigt schon eine ungemeine Stärke und Erkenntniss und das finde ich toll! Mir geht es seit Anfang Sommer selbst wirklich gut!!! Ja, mir geht es gut, aber ich bin nicht glücklich… Ich arbeite immer noch tagtäglich am Kalorien zählen, Essen abwiegen und eben dem schlechtem Gewissen bei „ungesundem“. Aber ich merke auch wie es immer und immer ein bisschen besser wird. Oft habe ich das Gefühl festzustecken, aber ich glaube ich brauche einfach mehr Geduld. Würde mich freuen, wenn du mir deine Meinung und Erfahrungen dazu sagen kannst? 💋 Ach, ich könnte noch ewig weiterschreiben, aber ich glaube die ganzen Sätze haben schon gar keinen Zusammenhang mehr, deswegen höre ich jetzt lieber mal auf. Ich danke dir wenn du bis hier hin gelesen hast. 🙈
    Gute Nacht Stefanie ❤️
    xoxo Caro

  10. Julia
    11. September 2016 / 23:27

    Hallo Stefanie,
    vielen vielen Dank für deine so offenen und ehrlichen Worte und dein Vertrauen!!! Dein Blogeintrag berührt mich so sehr, dass ich noch Tage später daran denke und ihn mir schon zum zweiten Mal durchgelesen habe.
    Wie oft habe ich versucht das was ich derzeit innerlich spüre in Worte zu fassen, um es einem „gesunden“ Menschen meine Situation/Gefühle/Gedanken greifbarer zu machen. Doch ich bin meist daran gescheitert, denn es ist so schwer die eigene Betroffenheit von der Problematik erstmal selbst zu erkennen und sich selbst einzugestehen. Vor allem dann, wenn man schon so lange kämpft … Wie gut kenne ich selbst der Übergang von der Anorexie zur Orthorexie und wie sehr wünsche ich mir einen Weg zu finden, diese Kontrolle abgeben zu können und sie mit was schönes zu ersetzen.
    Dein Zitat begleitet mich schon seit über zehn Jahren. Vom ersten Klinikaufenthalt an sagt mein Vater, dass alles gut wird. Nach vielen sehr schwierigen Phasen wurde es immer gut. Dabei habe es eins unter anderem gelernt, gut ist es dann, wenn man es als gut empfindet und nicht weil es theoretisch nun gut sein müsste. So gesehen ist es ein ewiges daran arbeiten – das nennen wir leben. Was ich damit sagen will ist, dass es im Leben nicht immer gut sein kann – auch wenn wir dafür hart kämpfen. Wichtig ist nur, dass man nicht aufgibt! Somit finde ich es so unglaublich beeindruckend, dass du weiterkämpfst obwohl du weißt, dass noch nicht alles optimal ist. Ich finde es sehr beeindruckend, dass du uns so viel Ehrlichkeit in den heiklen/schwierigen Bereichen Essen und Fitness schenkst. Tausend Dank dafür! Mir helfen deine Blogeinträge sehr – insbesondere dann, wenn ich selbst an einem Punkt stehen bleibe oder gar den Blick wieder mehr auf den Kampf mit dem Essen gerichtet habe.
    Hast du denn für dich persönlich eine Antwort gefunden, was du dir getan haben musst, dass du so zu dir bist/warst so wie du es geschrieben hast? Bzw. Kannst du mittlerweile für dich sagen, was es für einen Sinn macht dich so zu behandeln? Diese Fragen stelle ich mir zurzeit sehr sehr oft am Tag und suche eine Antwort bzw, ein Grund mich so zu behandeln, wie ich es derzeit tue. Ich finde keinen triftigen Grund der einen solchen Umgang gerechtfertigt – dennoch ist es so schwer dagegen anzukämpfen. Denn das Gefühl und der Gedanke bleibt auch wenn ich mein Verhalten änder (so wie du es auch schon erwähnt hast) …
    Ich freue mich sehr wieder von dir zu lesen 🙂
    Alles Gute aus Deutschland!

  11. 18. September 2016 / 22:17

    Liebe Stefanie, Hut ab vor so viel Mut und diesem Post! Ich wünsche dir nur das Beste für die Zukunft und mach so weiter, wie du bist!

    XX aus Nürnberg
    Jecky
    Want Get Repeat

  12. Katharina
    11. Oktober 2016 / 9:22

    Hey Stefanie!

    Habe deinen Beitrag schon einmal gelesen, nur nicht getaut etwas dazu zu schreiben. Jetzt habe ich ihn nochmal gelesen und und Du glaubst nicht wie du mir aus der Seele sprichst! Ich kann es alles so gut nachvollziehen, mit dieser ewigen Kontrolle. Mir ist auch erst jetzt, nach knapp 3 Jahren, klar geworden, was ich für Zeit mit solchen Dingen verballert habe. Man verliert so, das Leben zu genießen, das Essen zu genießen und sich selbst zu achten und Wert zu schätzen. Selbstliebe fand ich immer egoistisch, dabei ist es soooo wichtig! Bei mir haben die Ärzte auch gesagt, dass es keine ’normale‘ Essstörung ist und das wusste ich und habe ich schon immer gespürt. Jetzt weis ich, dass es ganz tief in mir rührt und es von früher einer bestimmten Familiensituation kommt…deswegen finde ich mich in deinem Post so wieder. Meinen Respekt, dass du so darüber schreiben kannst, aber es braucht wirklich die Zeit um sich damit selber erst einmal auseinander zu setzen. Ich wünsch dir ganz viel Kraft! Mach weiter so, wir schaffen das!! ❤️

  13. 17. März 2017 / 15:49

    Liebe Stefanie, ein toller Beitrag, danke dass Du Dein Erlebnis geteilt hast.
    Es tut immer gut, zu wissen, dass es andere auch schon rausgeschafft haben. Ich bin noch auf dem Weg, aber Du hast mich wiedereinmal zuversichtlich gemacht und dafür möchte ich Dir von ganzem Herzen Danken.
    Liebe Grüsse
    Janine

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