Wie ich mich zur Zeit ernähre

 

Hey ihr Lieben,

Lange ist es her, dass ich das letzte Mal ein wenig mehr zum Thema Ernährung hier am Blog geschrieben habe. Besonders auf Instagram schreiben mir immer viele von euch, dass sie gerne wieder einmal ein Update haben möchten, was meine Ernährung betrifft. Ich verstehe euch da nur zu gut, denn ich mache viel Sport und mir ist meine Ernährung nun einmal wichtig. Außerdem liebe ich Essen haha. Ich liebe es, mich damit zu beschäftigen und zu sehen, was eine gesunde, ausgewogene Ernährung alles mit einem machen kann. Also wird es an der Zeit, euch wieder einen kleinen Einblick zu geben, wie ich mich zur Zeit ernähre.

Meine Vorgeschichte

Wie ihr wisst, hatte ich die letzten 5 Jahre vor allem mit meinem Untergewicht zu kämpfen. Wenn ich Bilder von jetzt mit denen von vor einem Jahr vergleiche, dann erkenne ich mich oft kaum wieder. Eigentlich frage ich mich, was mich früher dazu gebracht hat, so dünn sein zu wollen. Die Antwort darauf spielte sich vor allem in meinem Kopf ab. Ich konnte mich einfach nie dazu überwinden, die paar Kilo zuzunehmen, die mich gesund aussehen ließen. Wenn ich mich so zurückerinnere, war es immer ein Kampf mit mir selbst, den ich langsam gewinnen musste. Wenn mir 2012 jemand gesagt hätte, dass es wirklich über fünf Jahre dauern würde, um wieder dort zu sein, wo ich einmal war (bei einem gesunden Gewicht nämlich), hätte ich ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt. Aber so ist das nun einmal mit einer Essstörung. Es ist und bleibt eine psychische Krankheit, auch wenn man das selbst nicht wahr haben will. dabei ist gerade dieses Bewusstsein entscheidend, um den Weg in Richtung normale Selbstwahrnehmung und Besserung zu finden. So war es zumindest bei mir. Ich habe die Kontrolle über diese Krankheit losgelassen und von da an war es nicht mehr so schwer. Okay, einfach war es auch nicht, denn offensichtlich musste ich erst etwas ändern, um wieder ‘normal’ zu werden. Viele von euch denken jetzt bestimmt, dass man einfach ein paar Tafeln Schoki mehr isst und die Sache hat sich. Dem war aber nicht so.

2017-sieben Kilo mehr

Im Nachhinein betrachtet sind diese knapp 7 Kilo, die ich nun 2017 zugenommen habe, wirklich nicht viel für das, was ich alles gegessen habe. Nun habe ich mein Idealgewicht wieder und halte es, so wie ich auch mein Untergewicht jahrelang gehalten habe. Eigentlich schlimm, dass ich im August 2015 nach einer Magengrippe um die 12 Kilo weniger hatte als jetzt und mich dabei nicht zu dünn fand. Zum ersten Mal klick gemacht hat es bei mir dann im Dezember 2015, als ich mit meinen Nerven einfach am Ende war und wusste, dass es nicht so weiter gehen kann, wenn ich auf der Uni und mit dem Blog weiterhin Erfolg haben möchte. 2016 war dann so ein schleichender Prozess zwischen ‘Ich will es’ und ‘Ich will es nicht.’. 2017 habe ich die Dinge dann plötzlich mit anderen Augen gesehen. Wahrscheinlich auch, weil ich älter geworden bin und meine kindliche Naivität ein Stück weit verschwunden war. Wie auch immer, um zuzunehmen musste ich erstens mehr essen oder einfach mal weniger Sport machen. Naja, weniger Sport funktionierte dann doch nicht so, denn ich war so motiviert wie noch nie. Dadurch, dass ich mehr aß, hatte ich auf einmal so viel mehr Kraft und Ausdauer. Um euch nun einen Richtwert zu geben, kann man sagen, dass ich am Anfang um die 500-700 Kalorien mehr am Tag gegessen habe als ich es jetzt wieder tue. Ich habe gemerkt, dass ich von ein bisschen mehr nicht zunehme. Außerdem wusste ich, dass ich mich nicht an solche Mengen gewöhnen sollte. Glaubt mir, ich habe oft wirklich gekämpft so viel zu essen, aber anders ging es nicht. Außerdem habe ich mir einfach mal nichts mehr verboten. Das heißt aber nicht, dass ich ungesund gegessen habe. Ich bin einfach jemand, der nach dem Motto ‘Eat crap, feel crap.’ lebt. Sprich, wenn ich mich schlecht ernähre, geht es mir schlecht. Natürlich hätte ich mir auch einfach eine Tafel Schokolade mehr am Tag genehmigen können, aber das wollte ich nicht. Ich habe einfach begonnen, in der Früh statt 50g mal 70g Haferflocken zu verwenden. Sie anstatt in Wasser einfach in Sojamilch zu kochen und statt Süßstoff Agavendicksaft etc. zu verwenden. Ich habe viel fetten Fisch wie Lachs gegessen und einfach eine halbe Avocado mehr als sonst. Natürlich nasche ich jeden Tag und das auch noch immer, aber einfach mehr Süßes zu essen hätte mich nicht glücklich gemacht und wahrscheinlich hätte ich mich furchtbar dabei gefühlt. Ihr seht also, dass man auch mit einer gesunden Ernährung zunehmen kann. Im Endeffekt kommt es sowieso nur darauf an, wieviele Kalorien ihr am Ende des Tages zu euch genommen habt. Wenn ihr euch gesund ernährt und eurem Körper die Nährstoffe gebt, die er braucht, dann werdet ihr euch einfach fitter und besser fühlen, weniger krank sein und besser aussehen.

Wie es nun weitergeht

Aktuell halte ich mein Gewicht ganz gut. Ich will weder ab-, noch zunehmen, stelle mein Gewicht aber nicht mehr in den Mittelpunkt meines Lebens. Es gibt so viel wichtigeres als X oder Y Kilo zu wiegen. Entscheidend ist, ob euch das gefällt, was ihr im Spiegel seht. Und ich bin endlich an einem Punkt, wo ich mich selbst so akzeptieren kann, wie ich jetzt bin. Natürlich mache ich weiterhin viel Sport, aber ich esse auch nicht wenig. Ich würde auch NIE eine Diät machen. Wenn ich einmal ein paar Tage zu viel erwischt habe, dann laufe ich einfach ein paar Kilometer mehr am Tag und die Sache hat sich für mich. Mein Augenmerk liegt nun wirklich darauf, mich so zu ernähren, wie ich das die nächsten Jahre beibehalten möchte. Mein Motto lautet, dass nichts verboten ist, so lange man es in Moderation und bewusst isst. Wie erwähnt, nasche ich jeden Tag eine Kleinigkeit. Meistens ist das Dunkle Schokolade oder ein Riegel, Datteln etc. Ich habe das Glück, dass mir schnell Dinge zu süß sind, weshalb ich NIE viel Milchschokolade auf einmal essen könnte. Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt.

Was beachte ich nun bei meiner Ernährung

An sich beachte ich nicht viel, weil ich mich einfach so ernähre, wie ich mich dabei am besten fühle. Ich weiß, im Moment ist Fastenzeit und ich wurde von euch schon das ein oder andere Mal gefragt, ob ich mir etwas ‘vorgenommen’ habe für die Zeit zwischen Fasching und Ostern. In der Tat habe ich das. Jedoch habe ich mir die Fastenzeit einfach zum Anlass genommen, weiterhin so gut auf Zucker zu verzichten, wie ich es eigentlich schon seit Silvester mache. Eigentlich gehöre ich sowieso zu den Leuten, die nicht einmal eine Packung Zucker bei sich in der Wohnung haben. Auch daheim bei meiner Mama ist das so. (Ihr müsst wissen, dass meine Mama keine große Köchin ist und schon gar keine Kuchen bäckt.) Außerdem verwenden wir daheim auch schon lange Alternativen wie Birkenzucker, Dattelsirup, Agavendicksaft etc. Also, ich verzichte so gut es geht auf Rohrzucker. Was mache ich noch?

Vegetarierin?

Naja, also ich bin weder Vegetarierin noch Veganerin. Ich esse an sich schon Fleisch und Fisch und auch Milchprodukte. Jedoch ist es bei mir so, dass ich Fleisch zirka alle 2-3 Monate mal esse. Ich hatte nun seit Silvester keines mehr und brauche es auch zur Zeit nicht. Außerdem würde ich wenn dann NUR Bio Fleisch essen und ausschließlich Huhn. Ich mochte schon als Kind kein Fleisch und war sogar über drei Jahre Vegetarierin. Bei Fisch sieht die Sache dann schon anders aus. Ich LIEBE Lachs einfach! Ich esse ihn aber auch nicht mehr so oft, seit ich über die Haltung besser bescheid weiß. Da bleibe ich lieber bei einem einheimischen Fisch, wo ich mir sicher sein kann, wo er herkommt. Ich werde wahrscheinlich auch so oft von euch gefragt, ob ich Vegetarierin bin, da ich quasi nie Fisch oder Fleisch auf meinen Bildern zeige. Liegt auch daran, dass ich mich wirklich zu 80% vegetarisch ernähre. Aber ich bin an sich keine. Ich könnte außerdem ohne eine Sache nie leben und das ist Cottage Cheese. Irgendwann werde ich mich so daran sattgegessen haben, dass ich für die nächsten drei Jahre keinen Cottage Cheese mehr sehen kann. Im Moment ist es wirklich schlimm, aber ich halte mich da auch nicht zurück, denn wenn ich das Eiweiß scheinbar brauche, dann esse ich es auch.

Was isst du dann?

Viele Leute denken immer, dass es total langweilig sein muss, wenn man wenig bis keinen Fisch oder Fleisch isst. Ich finde das nicht. Ich habe das große Glück, dass ich eine absolute Gemüse-Esserin bin. Mir wäre auch Gemüse mit irgendeiner Beilage wie Nudeln oder Couscous, Quinoa etc. schon genug Abwechslung. Außerdem liebe ich Tofu einfach! Ohne Spaß, ich könnte Tofu ohne irgendetwas anderes roh essen. Dasselbe gilt für Feta und Eier. Eigentlich kann man sagen, dass das so meine drei Haupt-Eiweißquellen mittags und abends sind-neben Cottage Chess haha. Dazu sollte ich noch betonen, dass ich immer die laktosefreie Variante bei Milchprodukten wähle, da ich sonst wirklich üble Bauchschmerzen bekomme. Deshalb trinke ich auch immer Soja- oder Mandelmilch im Kaffee. Ich war aber generell noch nie eine große Milchtrinkerin. Irgendwie wusste ich immer, dass ich das nicht vertrage.

Nimmst du Nahrungsergänzungsmittel?

Ihr seht in meinen Instagram Stories immer mal wieder Werbung für Foodspring. Das ist für mich auch eine weitere Kooperation, hinter der ich zu 100% stehe, denn ich liebe die Produkte einfach. Foodspring verkauft alle möglichen Supplements von Proteinpulver, BCAA´s, Proteinriegeln, Magnesium, Tee, Rohkostriegeln, Trockenfrüchten etc. Ich verwende all diese Produkte auch, um ganz ehrlich zu sein. Eiweißpulver kommt bei mir zwar nicht allzu oft zum Einsatz, aber ab und an mische ich es mir in meinen Cottage Cheese oder in meinen Porridge, wenn mir danach ist. Das variiert auch immer. Oft brauche ich das wochenlang gar nicht, dann verwende ich es wieder öfter. Von was ich aber wirklich noch immer viel zu viel esse, sind Proteinriegel. Ich brauche keine ‘normalen’ Süßigkeiten, wenn ich einen Proteinriegel essen kann. Natürlich ist das allemal besser, als Schokolade mit viel Zucker. Der einzige Nachteil ist, dass diese Riegel oft viele Ballaststoffe enthalten, die ich mit meiner Ernährung eigentlich gar nicht zusätzlich brauche. Also esse ich quasi immer zu viel davon. Ob es für meine Verdauung so toll ist, weiß ich nicht, aber ich denke, mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt. Was ich sonst noch jeden Tag zu mir nehme, ist im Moment MACA, das den Hormonhaushalt reguliert, sowie Magnesium, Eisen und Zink. Das war´s aber auch schon.

Meine Ernährung an einem Tag

Nun habe ich wirklich lange darüber geschrieben, wie ich mich so ernähre, sprich welche ‘Regeln’ ich befolge. Viel interessanter wird nun für euch sein, wie meine einzelnen Mahlzeiten so aussehen und was ich wann esse. Ich finde es nämlich schon wichtig, dass man gewisse Mahlzeiten am Tag einhält und nicht den ganzen Tag ‘so vor sich dahin isst’ und am Ende den Überblick verliert. Man sollte dann essen, wenn man Hunger hat und nicht aus Langeweile oder sonst irgendeiner Emotion. Ich weiß, das klingt viel eifacher, als es ist. Auch ich ertappe mich oft dabei (vor allem beim Lernen), wenn ich quasi pausenlos zum Kühlschrank gehe, davor stehe und überlege, ob ich etwas zu essen will. Das passiert aus reiner Langeweile. Ich esse also meine drei Hauptmahlzeiten, sprich Frühstück, Mittag- und Abendessen. Am Nachmittag esse ich aber immer 1-2 Snacks, weil ich es sonst bis abends doch nicht aushalten bzw. dann so viel auf einmal essen würde. Außerdem esse ich immer nach dem Mittagessen etwas Süßes (offensichtlich einen Riegel HAHA) und trinke um die 4-5 Soja Cappuccino oder Matcha Latte und im Winter endlos viel Tee mit Mandelmilch am Tag. Das sättigt mich aber auch immer ganz gut, also ist ein Chai Tee mit Milch und Zimt am Nachmittag ein echter Geheimtipp gegen Heißhunger. Zum Frühstück gibt´s also bei mir meistens das, was ihr so auf Instagram seht. Also Porridge mit Obst, Pancakes, Müsli etc. Mein Mittag- und Abendessen zeige ich euch aber viel zu selten in letzter Zeit! Aber so viel: es ist immer viel Gemüse mit irgendetwas dazu. Ich glaube, ich habe das von früher noch immer so in mir drinnen, dass jetzt automatisch drauf achte, dass eine Mahlzeit ausgewogen ist und genug Kohlenhydrate, Eiweiß und auch gesundes Fett enthält. Wie erwähnt, habe ich mich in der Vergangenheit viel zu sehr mit meiner Ernährung beschäftigt, weshalb man solche Angewohnheiten wohl nicht mehr abstellen kann. Jetzt sehe ich es eigentlich auch als Vorteil, weil so arg streng wie früher bin ich ja schon lange nicht mehr. Grob gesagt, esse ich im Moment um die 2000 Kalorien. Mal mehr, mal weniger. Wenn ich weite Strecken laufen war, dann auch natürlich mehr! Für mich passt das und ich werde davon satt, was immer das Wichtigste für mich, denn es zeigt mir, dass das die richtige Menge ist. Wie immer gilt für euch, dass ihr euch BITTE nicht danach richten solltet! Ich bin ja nur 1,64 Meter groß. Natürlich mache ich Sport, aber ich will weder zu- noch abnehmen. Also würde ich sagen, ich habe meinen Mittelweg so ganz gut gefunden.

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2 Kommentare

  1. 26. Februar 2018 / 10:23

    Ich finde die Tatsache, dass man Fleisch und Fisch schon reduziert, toll. Man muss ja nicht zu 100% darauf verzichten, aber jedes mal, wenn man sich doch anders entscheidet, hilft. Und was ich vor allem beim Essen uuunglaublich wichtig finde, ist, dass man sich dessen bewusst ist – so wie du mit dem Lachs, und du dich dann doch öfter für die heimischen Sorten entscheidest – das find ich toll!

    Liebe Grüße,
    Tamara | brunettemanners.at

  2. 26. Februar 2018 / 21:11

    Sehr interessanter Beitrag, ich finde deine Einstellung zum Körper und Ernährung wirklich sehr gut und bewundernswert, bist ein echtes Vorbild für viele junge Mädchen und Frauen und hut ab für alles, was du hinter dir hast! <3
    Liebe Grüße, Sandra

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